Überwachungstauben

RFID-Tauben Züchter Marcus Kirsch
Eine grandiose Idee stellte “Techno-Künstler” Marcus Kirsch beim Triggered by RFID genannten Mediamatic RFID workshop in Amsterdamm vor. Kirsch möchte die Vorteile von RFID und CCTV in seinem Projekt Urban Eyes verknüpfen. Tauben, das ist scheinbar kein Witz, sollen mit RFID-Überwachungschips gefüttert werden. Die Kameras würden als Detektoren wirken und automatisch angehen wenn der RFID-Chip in der Nähe geortet wird.
Ich halte die Idee für ausbaubar: Man sollte Asylanten und Obdachlosen ebenfalls RFID-Futter geben. Wenn Asylanten Ihre Residenzpflicht-Grenzen zu übertreten drohen, könnten CCTV-Überwachungskameras sie automatisch ausfindig machen. Obdachlose könnten aus touristisch ansprechenden Gegenden aussortiert werden.
Das liesse sich auch mit der elektronischen Fußfessel für Arbeitslose kombinieren. Die Aufnahmen könnten anschliessend an RTL und andere Privatsender verkauft werden…
Ach, die Möglichkeiten sind einfach unbegrenzt, und wieviele Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, schließlich muß doch irgendwer das Material sichten.
Wäre ich Marcus Kirsch, ich würde ich das im Selbstversuch demonstrieren.
Bei diesem Workshop gab es noch mehr Innovationen, etwa das Restaurant mit einer outgesourcten Küche dank RFID. Meine Frage wäre, bleibt der RFID-Chip weiter an, nachdem das Essen verschluckt ist? Auch in den Ausscheidungen? Das ergäbe doch wiederum unzählige Kombinationsmöglichkeiten… Taubenfutter für Alle!
Dank Core77, das Design wahrscheinlich auch dann abfeiert wenn es das Design von Atomraketen ist.
22. October 2005 - 17:54
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